Alarm im Darm

Wenn Nahrungsmittel, Kräuter, Superfoods, Chemikalien und Medikamente unser Immunsystem lahm legen

Die Problematik, dass Chemikalien oder Medikamente mit ihren Nebenwirkungen, selbst bei unregelmäßiger oder gelegentlicher Einnahme in unserem Verdauungstrakt Schaden anrichten können, dürfte allgemein bekannt sein.

Jedoch, dass auch „hochwertige“, ja sogar biologische angebaute und geerntete Nahrungsmittel, Kräuter oder auch sog. Superfoods (z.B. Aloe Vera, Ginseng. Goji Beeren…), unser Immunsystem, welches sich zu ca. 70 % im Darm befindet, regelrecht überfordern und „abstürzen lassen“, erscheint eher unverständlich und ist oft nicht nachvollziehbar.

Unerklärliche Beschwerden mit verschiedensten Symptomen

Menschen mit unerklärlichen Beschwerden suchen immer mehr unsere Praxen auf, in denen naturheilkundlich und komplementär diagnostiziert und therapiert wird.
So werden verschiedenste Symptome, die zunächst nicht zuzuordnen und unter eine „Diagnose subsumiert“ werden können, geschildert. So z.B. Symptome einer Demenz oder Alzheimer, ständigen Erkältungen und grippoiden Infekten, Stoffwechselstörungen, wie Diabetes oder starkem Übergewicht, unerklärliche Hauterscheinungen, angefangen von Ekzemen bis zur Schuppenflechte, aber auch viele Erkrankungen des „Rheumatischen Formenkreises“, Störungen des Verdauungstraktes, wie das „Reizdarmsyndrom“, sogar koronare Herzerkrankungen.

Nahrungsmittelunverträglichkeit:

Hinter all diesen Symptomen oder Problematiken kann eine sog. „Nahrungsmittelunverträglichkeit“ stehen. Diese hat nichts mit einer Allergie zu tun, denn bei Unverträglichkeiten reagiert nicht das erworbene Immunsystem, sondern das angeborene, unspezifische Immunsystem.

Wie auf der dargestellten Grafik zu erkennen ist, ist die menschliche Immunabwehr auf drei Säulen, bzw. Barrieren aufgebaut. Integriert sind beide Bestandteile des Immunsystems, das „unspezifisch/angeborene“ und das „spezifisch/erworbene“.
Alle drei Barrieren haben die Aufgabe „Eindringlinge“, sprich körperfremde Substanzen, fernzuhalten.

Ich habe die erste Barriere als „Grobfilter“ bezeichnet, es ist ein unspezifischer Abwehrmechanismus, der als Filter schon mal das Gröbste abwehrt. Durchdringen körperfremde Substanzen dennoch diesen Grobfilter, ist ähnlich unseren heutigen Computern eine Art „Firewall“ in unserem Körpersystem. Sie besteht unter anderem aus sog. Fresszellen, sprich Makrophagen, Granulozyten, eine Untergruppe der „Abwehrpolizei unseres Körpers,“ der weißen Blutkörperchen und auch den sog. „Killerzellen“.

Wie es auch manchmal auf unseren Computern passiert, dass wir uns „einen Virus“ einfangen, so kann dies auch in unserem Körper passieren, jetzt müssen sog. „Spezialeinheiten“ tätig werden. Spezifische Zellen unseres Immunsystems stehen für solche Notfälle ständig parat und „bekämpfen die Eindringlinge“.

Bezugnehmend auf die o.g. Erklärung, dass bei sog. Nahrungsmittelunverträglichkeiten nicht das erworbene, sondern das angeborene, unspezifische Immunsystem reagieren sollte, sind in der nachfolgenden Grafik, zur besseren Verständlichkeit, das spezifisch/erworbene und unspezifisch/angeborene Immunsystem gegenüber gestellt.

Die linke Seite zeigt Erklärungen eher dem „Allergiegeschehen“ zugeordnet, während die rechte Zeit auf die Problematik der „Nahrungsmittelunverträglichkeiten“ eingeht.

Wie eine „Nahrungsmittelunverträglichkeit“ zielführend diagnostiziert werden kann, wird hier anhand des sog. „Leukozyten-Aktivierungstestes“ kurz beispielhaft und einfach erläutert. Zur Verdeutlichung sei noch einmal gesagt, dass die Leukozyten Bestandteile menschlichen Blutes sind und auch umgangssprachlich als „Abwehrpolizei des Körpers“ bezeichnet werden.

Diagnostik mittels des sog. „Leukozyten-Aktivierungstestes“:

Dieser Test, der z.B. durch die Labor ALCAT Europe GmbH in Potsdam, durchgeführt wird, ist eine Laboranalyse auf zellulärer Ebene. Beim Patienten wird eine venöse Blutentnahme durchgeführt. Anschließend werden, einfach gesagt, im Labor „Bestandteile des Blutes (Leukozyten) mit Testsubstanzen (Nahrungsmittel, Kräuter, Medikamente …) in Verbindung gebracht“ und beobachtet ob dabei diverse „Reaktionen“ entstehen. Reaktionen reichen dabei soweit, dass durch die Testsubstanzen Leukozyten platzen und das „Immunsystem abstürzt“. Testsubstanzen die beim Test reagiert haben, hatten meist zuvor schon zu zahlreichen Entzündungen im Körper geführt, man bezeichnet sie in der Fachsprache als sog. „silent inflammations“.

Die diversen Testsubstanzen sind in verschiedene „Module“ unterteilt.

Dabei ist es dem Therapeuten möglich „verschiedenste Module“, je nach Beschwerden und Symptomen des Patienten und der vorher durchgeführte Anamnese, testen zu lassen.

So sind Testmöglichkeiten (Module) für bis zu 250 Lebensmittel, Kinderprofile, Vegetarische Profile, Chemische Substanzen, Farb- und Konservierungsstoffe, Schimmelpilze, aber auch Medikamentenmodule, möglich.

Nach Auswertung und Besprechung ist es dann möglich über verschiedenste Therapiearten zu behandeln.

Therapiemöglichkeiten:

Sie möchten den gesamten Artikel lesen?

Werden Sie Mitglied.

 

Autor: Hans-Peter Lojdl – Heilpraktiker
Mitglied im Arbeitskreis Medizin

Diesen Beitrag teilen