Arbeitskreis Zahnmedizin

Der Arbeitskreis beschäftigt sich mit dem Einfluss von Zähnen und zahnärztlichen Werkstoffen auf die Gesundheit –  Informationen für gesunde Zähne und biologischen Zahnersatz.

Dr. Karlheinz Graf
Leiter des Arbeitskreises

Ganzheitliche Zahnmedizin, Umwelt-Zahnmedizin

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Tel.: 09421 / 6992

Dr. Andreas Lozert
Mitglied im Arbeitskreis

Ganzheitliche Zahnmedizin, Umwelt-Zahnmedizin

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Tel.: 07161 / 3543587

 
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Oberstes Ziel bei der Behandlung chronisch Kranker ist, die individuelle Allgemeinbelastung zu reduzieren und mit Hilfe von Begleittherapien die Selbstheilungskräfte so zu unterstützen, dass diese den Organismus wieder regenerieren können.

Aus zahnärztlicher Sicht wäre somit zu empfehlen:

  1. Amalgam-Sanierung nach den Empfehlungen der DGUHT
  2. Minimierung der Werkstoffbelastung im Mund 
    >  durch die richtige Werkstoffauswahl (umwelt-zahnmedizinische Kriterien beachten!)
    >  durch Verwendung von korrosionsarmen Legierungen
    >  durch höchste Verarbeitungs-Qualität im zahntechnischen Labor
  3. Kritische Bewertung von Zahnimplantaten
    >  wegen möglicher Titan-Empfindlichkeit
    >  wegen evtl. genetisch abnormer Entzündungsneigung
  4. Kritische Bewertung von wurzelbehandelten Zähnen     
    >  Nervtote Zähne stellen eine Mehrfachbelastung für das Immunsystem dar.
 Aufspürung und Entfernung von Kieferknochen-
    Entzündungen (NICO)
  5. Kritische Überprüfung von verlagerten Zähnen, der Parodontitis marginalis und anderer chronisch-entzündlicher Einflüsse auf ihre immunologische Relevanz
  6. Harmonische Kiefergelenksrelationen herstellen
  7. Kritische Überprüfung von Fluoridierungsmassnahmen
  8. Vermeidung von Mundhygieneprodukten, die die Mundflora nachhaltig beeinflussen
Umwelt-ZahnMedizin meint die ökologische Betrachtung der Wechselwirkungen dentaler Materialien mit dem Gesamtorganismus. Die diesbezüglichen Belastungen, mit denen sich unser Immunsystem auseinander setzen muss, steigen beängstigend und immer mehr Patienten erkranken und brauchen therapeutische Hilfe. Das Problem ist jedoch: Es gibt kein singuläres Symptom für eine Umwelt-Erkrankung, sondern nur höchst verschiedenartige Symptomenkomplexe. Aufgrund der großen Vielfalt in der Symptomatik werden deshalb meist verschiedenste Fachärzte aufgesucht, die aber durch die symptomorientierte Diagnostik in der Regel den Hintergrund der Erkrankung nicht erkennen.
Als die hauptsächlichsten Werkstoffbelastungen aus der Zahnmedizin gelten die Fluoride, die Kunststoffe, die Aldehyde, die Metalle und die wurzelbehandelten Zähne. Die Wirkungsrichtung der Belastungen auf den Organismus kann dabei sehr verschiedenartig sein und ist in der Regel als allergen, toxisch, entzündlich und als mutagen zu beschreiben.
Ein wesentlicher und genereller Aspekt zur Verträglichkeit von Werkstoffen, ist die Verarbeitungsqualität im Dentallabor.
Problemstellung bei der Herstellung von Zahnersatz:
Aus (auf Verträglichkeit geprüften) Werkstoffen wird etwas komplett Neues hergestellt mit absolut neuen biologischen Eigenschaften!
Deshalb entscheidet Herstellungs-Qualität eines Zahnersatzes  über die Höhe einer Werkstoffbelastung!

Das heißt:
Produkt-Qualität (Industrie)
und
Verarbeitungs-Qualität (Labor)
 sind gleichermassen entscheidend!

Denn: Die Folge der (lokalen) Materialbelastung ist die allmähliche gesundheitliche Beeinträchtigung in verschiedenen Schweregraden
aber erst nach  mehreren bis vielen Jahren !!

… und somit sind die zahnärztlichen und zahntechnischen Werkstoffe Bestandteil der Gesamtbelastung, die es zu minimieren gilt !!
Eine Toxizität auf zahnärztliche und andere Werkstoffe ist immer ein multifaktorielles Geschehen. Eine Reduktion der toxischen Problematik auf existierende Grenzwerte von Einzelstoffen wie z.B. dem MAK-Wert (Maximale Arbeitsplatzkonzentration), ADI-Wert (Allowed Daily Intake) oder den WHO-Grenzwerten wird der individuellen Problematik eines belasteten Patienten aufgrund der Summations- und Potenzierungseffekte verschiedenster Schadstoffe einerseits und der konstitutionellen Schwächen des Einzelnen andererseits somit niemals gerecht!

Umwelt-zahnmedizinische Belastungen sind immunologisch relevante Belastungen von überwiegend dentalen Werk- bzw. Zusatzstoffen wie Fluoride, Kunststoffe, Aldehyde, Metalle und Belastungen aus wurzelbehandelten Zähnen. Die Wirkungsrichtung ist dabei obligat toxischer Art. Es sind aber oftmals auch allergische,  und, in Folge der chronisch-toxischen Belastungen, mutagene oder auch hormonelle Wirkungen beschrieben.
Zur besseren Übersicht deshalb die nachfolgende Einzelbeschreibung:

Da es prinzipiell keinen absolut biokompatiblen Werkstoff in der Zahnmedizin gibt, gilt für einen verantwortungsvoll arbeitenden Zahnarzt der Grundsatz :

  • Eine Werkstoffunverträglichkeit kann Ausdruck einer (sub-)toxischen Wirkung aber auch eine allergische Reaktion sein.
  • Eine (Sub-)Toxizität auf zahnärztliche und andere Werkstoffe ist meist ein multifaktorielles Geschehen, das rein labormedizinisch selten verifiziert werden kann.
  • Eine Reduktion der toxischen Problematik auf existierende Grenzwerte von Einzelstoffen, wie z.B. dem MAK-Wert (Maximale Arbeitsplatzkonzentration), ADI-Wert (Allowed Daily Intake) oder den WHO-Grenzwerten, wird der individuellen Problematik eines belasteten Patienten aufgrund der Summations- und Potenzierungseffekte verschiedenster Schadstoffe einerseits und der konstitutionellen Schwächen des Einzelnen andererseits somit niemals gerecht!
Nervtote Zähne belasten den Organismus und damit das Regulationssystem des Patienten in vierfacher Weise (GRAF, K.2005,2008, 2010):

  1. Die chronisch-toxische Belastung durch Eiweißzerfallsprodukte:
    Selbst bei exaktesten Wurzelfüllungen können nur bis zu 50 % der Hohlräume im Zahn gesäubert und abgefüllt werden. Der Rest des abgestorbenen Gewebes verbleibt im Zahn und zersetzt sich. Dabei entstehen höchst toxische Leichengifte (Merkaptane und Thioäther), die überwiegend als Enzym- und Stoffwechselgifte wirken.
  2. Die Wurzelfüllmaterialien:
    Als Wurzelfüllmaterialien werden in der Regel Guttapercha oder Sealer benutzt. Mit verschiedener Wertigkeit wirken diese Materialien allergisierend, gewebsreizend, zellschädigend und regulationshemmend (Schäfer E.2003)
  3. Die bakterielle Belastung:
    Durch die Devitalisierung erfolgt eine Unterbrechung der Blutzirkulation im Zahn. Damit ist  der Abtransport der Schadstoffe und Toxine unterbrochen. Damit entstehen in den Kanälen  ideale Voraussetzungen für ein Bakterienwachstum.Ein wissenschaftliches Faktum ist, dass devitale Zähne permanent infiziert und die überwiegende Anzahl der gefundenen Bakterienarten Anaerobier sind. Fakt ist ferner, dass in allen Prozessen um die Wurzel eines nervtoten Zahnes Entzündungsmediatoren gefunden werden. Durch Ab- und Weitertransport dieser Botenstoffe müssen nicht zwangsläufig am Zahn selbst Entzündungen erfolgen. Diese können sich vielmehr auch an Gelenken oder anderen Körperarealen manifestieren.Pathogenetische Bakterien in den Wurzelkanälen produzieren des Weiteren extrem hohe Mengen an Toxinen, die wiederum enzym- und stoffwechselhemmende und damit systemische Wirkungen haben. Nebenprodukte des anaeroben Bakterienstoffwechsels sind Toxine wie Hydrogensulfid (-S) und Cadaverin. Bakterien, die diese Toxine produzieren, lassen sich herkömmlicherweise aus infizierten, avitalen oder endodontisch behandelten Zähnen isolieren. Damit schließt sich der Kreis der bakteriell-toxischen Wirkung von nervtoten Zähnen auf den Organismus.
  4. Entzündliche Wirkung devitaler Zähne:
    Es ist ein endodontisches Faktum, dass jeder wurzelbehandelte Zahn ein Infektionsherd mit hauptsächlich anaeroben Bakterien ist, in deren Folge nicht ausheilbare apicale Ostitiden entstehen !
  5. Cave: Amalgamträger !!
    Das in den schlecht gesäuberten Wurzelkanälen entstehende Mercaptan ( mercurius captans ) reagiert sehr leicht mit freiwerdendem Quecksilber aus Amalgam. So entsteht Dimethyl-Quecksilber  (CH3 – Hg – CH3). Dimethyl-Hg ist eines der stärksten Neurotoxine (Letale Dosis >0,1ml). Dimethyl-Hg durchdringt leicht die Blut-Hirnschranke, ist durchlässig für Haut und Schleimhäute, Latex, PVC, Neopren. Aus der Toxikologie ist Dimethyl-Hg bekannt als „some of the most toxic substances known to the man.“ (Lechner 2006)
Optimale Qualität und Verträglichkeit von Zahnersatz sind wichtige Kriterien nicht nur für eine positive Ausstrahlung, sondern auch für eine optimale Gesundheit. Die Deutsche Gesellschaft für Umwelt- Und Humantoxikologie fordert deshalb, dass in den zahntechnischen Dental-Laboren Zahnersatz nach Kriterien hergestellt werden muss, die eine höchstgradige Qualität der verwendeten Ausgangsstoffe gewährleistet und eine  extrem geringgradige Emission der verwendeten Werkstoffe garantiert. Nur unter diesen Gesichtspunkten werden schädliche Wechselwirkungen mit anderen Umweltschadstoffen minimiert und eine relative Biokompatibilität erreicht.

Die Deutsche Gesellschaft für Umwelt- und Humantoxikologie (DGUHT) unterstützt aus diesem Grund eine Qualifizierung zum Fachlabor für Umwelt-ZahnTechnik nach den Kriterien des AK Zahnmedizin in der DGUHT. Die ZahnTechnikerInnen werden dazu befähigt, mit den Zahnärzten umwelt-zahntechnische und umwelt-zahnmedizinische Patientenprobleme zu lösen. Die ZahnTechnikerInnen werden geschult, Patienten- und Co-Therapeuten-Gespräche inhaltlich qualifiziert zu führen.

Themen zur Qualifizierung – Ausbildung im Dentallabor:

  • Umwelt-ZahnMedizinisches Grundwissen
  • Wissen über die Herstellung von individuell kompatiblem Zahnersatz
  • Zahnersatzwerkstoffe und deren Vielfalt im kritischen Vergleich – was bedeutet langzeitmundresistent oder nicht langzeitmundresistent
    und welchen Einfluss haben diese Begriffe auf die Patientenverträglichkeit.
  • Einfluss der Werkstoffwahl und Herstellungsverfahren auf die Biokompatibilität von Zahnersatz. Wechselwirkungen von neuem
    Zahnersatz auf Restzahnersatz oder Belastungen.
  • Testkörper nach DIN EN ISO 7405 als Qualitätsprüfung für Zahnersatz und Zahnersatzwerkstoffe, sowie für Materialverträglichkeitstestungen am Patienten mit zertifiziertem Qualitätsnachweis
  • Überblick über Materialvielfalt und Materialkunde

ZQN-zertifizierte Labore


Dental-Labor Michael Erdrich
Bismarkstr. 15
79183 Waldkirch
Tel        +49 7681 222 80
Fax:      +49 7681 222 81
Web       http://erdrich-dental-labor.de
E-mail:   info@erdrich-dental-labor.de


Hütter und Mettler Dentaltechnik-GmbH
Kleine Mühlenstrasse 4
40822 Mettmann

Tel         02104 / 28304
Fax        02104 /  28039
Web       http://hm-dentaltechnik.de
E-Mail    info@hm-dentaltechnik.de


Zahntechnik Klaus Mendak
Steeler Straße 313
45138 Essen

Tel         0201 / 254 886
Fax:       0201 / 260 104
Web       www.mendak.de
E-mail:   info@mendak.de


Zahntechnik Schulze u. Lierfeld GmbH
Mühlenstraße 76
50321 Brühl

Tel         02232 / 44971
Fax:       02232 / 44406
Web       www.schulze-lierfeld.de
E-mail:   labor@schulze-lierfeld.de