Stromleitungen_Gesundheit

Wie Strom im häuslichen Bereich die Gesundheit belastet!

Die physikalische Umweltverschmutzung hat in den letzten 25 Jahren um Größenordnungen zugenommen. Kein anderer Umweltbereich hat mehr Belastungen durch Emissionen von nieder- und hochfrequenten Feldern. Leider sind in den letzten 10 Jahren von der Hochfrequenz die gravierendsten Steigungen ausgegangen. So belastend die Funkkommunikation für viele Personen auch ist, gerieten die niederfrequenten Feldbelastungen leider weitgehend in den Hintergrund. Dabei entfalten diese Felder dieselben Wirkungen nämlich oxidativen Stress für die Zellen.

Warum wird der physikalischen Umweltverschmutzung kein Einhalt geboten?

Erstens weil – bis auf Wenige – wir mit unseren Sinnen eine physikalische Umweltverschmutzung nicht wahrnehmen können und auch keine unmittelbare Wirkung erkennbar ist (im Gegensatz zur Belastung durch radioaktive Strahlung). Zweitens weil mit elektronischen Geräten und mobiler Kommunikation ungeheure Gewinne eingefahren werden.

Seit über 10 und mehr Jahren dominieren die Funkanwendungen an erster Stelle der gesundheitlichen Belastungen durch physikalische Umweltverschmutzung.

Zu Unrecht, denn all die Symptome die heute den Funkanwendungen durch Schnurlos-Telefone, Handys, WLAN*, digitalem Radio und Fernsehen und weiteren drahtlosen Kommunikationstechniken zu geschrieben werden, haben Elektrobiologen auch schon vor 25 Jahren im Wohnbereich festgestellt!

Die Überelektrifizierung der Häuser und Wohnungen – es muss heute in jeder Wand alle 2 Meter eine Steckdose vorhanden sein – hat dazu geführt, dass kein Platz mehr in einer Wohnung zu finden ist, der nicht von Feldern des Stroms beeinflusst ist. Verschlimmernd kommt noch hinzu, dass die lokale Verzerrung des Erdmagnetfeldes am Schlafplatz ebenfalls einen negativen Effekt auf die Gesundheit des Schlafenden hat.

Wir kennen heute Störungen der Gesundheit durch folgende häusliche Felder:

  1. Kleinzellige, statische Magnetfelder:
    Das homogene (gleichförmige) Erdmagnetfeld wird durch kleinzellige, technisch bedingte Magnetfelder verzerrt. Es treten durch magnetisierte Metallteile starke Feldstärkeunterschiede oft innerhalb weniger Zentimeter auf und führen so zu einen inhomogenen (verzerrten) Erdmagnetfeld. Die Feldstärkeunterschiede (Feldinhomogenität) können das Mehrfache des Erdmagnetfeldes betragen.
    Ursachen sind magnetisierte Metallteile wie Metallbetten, Federkernmatratzen, Metallnetz-Bettroste, aber auch Heizkörper, Metallrohre, Baustahlarmierungen, u.a.
  2. Elektrische Wechselfelder der Stromversorgung:
    Das Verlangen der Bürger an jeder Wand mehrere Steckdosen zu haben, hat dazu geführt, dass wir keine feldfreie Wandfläche mehr in Wohngebäuden finden. Besonders problematisch ist dies in Schlafräumen. Unser Körper koppelt an diese Felder an und ist so den physikalischen Einflüssen in besondere Weise ausgesetzt.
  3. Magnetische Wechselfelder der Stromversorgung:
    Eine weitere Belastung für unseren Körper stellen die magnetischen Wechselfelder dar. Diese Felder treten im Gegensatz zu den elektrischen Wechselfeldern nur auf, wenn Strom im Netz fließt! Aus diesem Grund ist die Nähe zu stark Stromführenden Leitungen zu meiden, besonders nachts.
    Ursachen sind z. B. elektr. Nachtspeicherheizungen, Waschmaschinen, Geschirspüler, Aufzug und Lüftermotoren u. a. Zu beachten ist, dass nicht nur die Geräte selbst feldabgebend sind, sondern auch die entsprechenden Zuleitungen!
  4. Mischfelder, die im Übergangsbereich von NF-* und HF-Feldern* auftreten. Diese entstehen meistens durch elektronische Bauelemente in Elektrogeräten und Leuchtmitteln.
    Dazu gehören Vorschaltgeräte, Dimmer, Energiesparlampen, Leuchtstofflampen, Schaltnetzteile, Computer, Unterhaltungselektronik u.a. Aber auch die häuslichen Stromleitungen tragen ihren Anteil dazu bei. Durch hochfrequente Netzrückwirkungen elektronischer Bauteile entsteht ein sogenannter „schmutziger Strom“, ein Strom, der nicht nur eine 50 Hz Sinusschwingung aufweist, sondern durch die vielen elektronischen Geräte eine hochfrequente Modulation aufweist. Gerade dLAN (Powerline = WLAN über das Stromnetz) ist einer dieser üblen Verschmutzer. Die Stromleitungen werden auf diese Weise zu einer hochfrequenten Sendeanlage! Für EHS-Personen* stellt das ein erheblich Belastung dar.

Diese kurze Zusammenstellung über niederfrequente Belastungen möchte die Problematik niederfrequenten Umweltverschmutzung wieder mehr in das Bewusstsein der Menschen rücken. Die stärkere Berücksichtigung dieser NF-Belastungen würde ein deutliches Mehr an Wohlbefinden und Gesundheit schaffen!

© Dr. Claus Scheingraber
Leiter des Arbeitskreises Physikalische Umweltbelastungen
Vorstandsmitglied

 

Begriffe:
*HF – Hochfrequenz
*NF – Niederfrequenz
* EHS – Elektrohypersensitivität (Überempfindlichkeit auf physikalische Felder)
*WLAN – wireless local area network = Funk-Netzwerk
*dLAN – oder auch als Powerline bezeichnet = WLAN aus der Steckdose
* EHS – Elektro-Hyper-Sensitivität

 

 

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