Grossbrand im Basler Rheinhafen – Akute Gesundheitsgefahren werden verschwiegen

Inhalt der E-Mail (29.07.2018) an die NZZ (Neue Zürcher Zeitung AG) 
Gerne habe ich die verschiedenen Themen der NZZ gelesen, auch die Meldung (sda) über den Grossbrand im Altholzlager im Basler Rheinhafen. Wie immer wird von den Behörden vermeldet „keine akute Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung“. Impliziert dies das Eingeständnis einer langfristigen Gesundheitsgefährdung? Man könnte böswillig sein und das denken.

Erstaunt bin ich bzgl der Meldung, daß zweitausend Tonnen Bahnschwellen in Brand geraten sind, zusätzlich die gleiche Menge an Schrott. Bahnschwellen aus Holz gelten als Sondermüll da sie mit teerhaltigen Holzschutzmittel druckimprägniert werden. Diese enthalten gefährliche und krebserregende Stoffe wie Phenole, Kresole und aromatische Kohlenwasserstoffe incl Benz(a)pyren. Bei einem Brand verflüchtigen sich diese und werden über die Haut und Lunge von Menschen aufgenommen und reichern sich im Organismus an. Die Teeröle sind sehr persistent und bioakkumulativ. Deshalb ist die Verwendung dieser Produkte vom Gesetzgeber und der EU inzwischen erheblich eingeschränkt.

Aufgrund dieser Sachverhalte müssen gefährliche und schädigende Stoffe mit dem Rauch freigesetzt worden sein und gefährdeten die Menschen in der weiteren Umgebung.

Da hätte ich von einer verantwortungsvollen Zeitung wie der NZZ eine deutliche Warnung der Anwohner, Bürger und Menschen erwartet und nicht nur die „behördlichen Beruhigungspillen“ abzudrucken.

Mit freundlichen Grüßen und bestem Dank für einen Abdruck.

Autor
Dr.med. Michael P. Jaumannn
Arzt für HNO und Umweltmedizin
Marktstr.16
D-73033 Göppingen
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